Schilddruesen-Antikoerper: TPO-AK, Tg-AK und TRAK in der Diagnostik

Schilddruesen-Antikoerper: TPO-AK, Tg-AK und TRAK in der Diagnostik

Antikoerperbestimmungen sind ein etablierter Bestandteil der Schilddruesendiagnostik. Drei Auto-Antikoerper haben in den einschlaegigen Leitlinien einen festen Platz: Antikoerper gegen die Thyreoperoxidase (TPO-AK), Antikoerper gegen das Thyreoglobulin (Tg-AK) und Antikoerper gegen den Thyrotropin-Rezeptor (TRAK). Die drei Marker sind nicht austauschbar, sondern beziehen sich auf unterschiedliche Strukturen der Schilddruese und auf unterschiedliche Krankheitsbilder.[1],[2],[3],[4]

Dieser Artikel beschreibt, was die einzelnen Antikoerper diagnostisch bedeuten, in welcher Konstellation sie bestimmt werden und wie ein positiver Befund einzuordnen ist. Er ersetzt keine aerztliche Beurteilung im Einzelfall und gibt keine Verzehr- oder Therapieempfehlungen ab.

1. Drei Antikoerper, drei Zielstrukturen

Die Schilddruese ist ein haeufiges Ziel autoimmuner Prozesse. Bei einer Toleranzstoerung gegen schilddrueseneigene Strukturen kann das Immunsystem Auto-Antikoerper gegen unterschiedliche Antigene bilden:[1],[2],[3]

  • TPO-Antikoerper richten sich gegen die Thyreoperoxidase, ein membranstaendiges Haem-Enzym in den Thyreozyten. Die TPO katalysiert die Iodierung der Tyrosin-Reste am Thyreoglobulin und die Kupplung iodierter Tyrosinreste zu Triiodthyronin (T3) und Thyroxin (T4); Wasserstoffperoxid dient dabei als Co-Substrat.[1]
  • Tg-Antikoerper richten sich gegen das Thyreoglobulin, ein in den Follikeln gespeichertes Glykoprotein, an dem die Hormonsynthese ablaeuft und aus dem T3 und T4 freigesetzt werden.[1],[5]
  • TRAK richten sich gegen den TSH-Rezeptor auf den Thyreozyten. Anders als TPO- und Tg-Antikoerper sind sie funktionell aktiv: stimulierende TRAK imitieren die Wirkung des Thyrotropins und treiben die Hormonproduktion an, blockierende TRAK setzen sie herab; bei Morbus Basedow ueberwiegen die stimulierenden Spezies.[3],[6]

In der Praxis sind die drei Antikoerper jeweils mit einem typischen Krankheitsbild assoziiert: TPO- und Tg-Antikoerper mit der Hashimoto-Thyreoiditis, TRAK mit dem Morbus Basedow.[1],[2],[3]

2. Bestimmung und Einheiten

Alle drei Antikoerper werden im Serum bestimmt. Eingesetzt werden ueberwiegend immunometrische Verfahren (Chemilumineszenz, ELISA), fuer TRAK sind auch Bioassays verfuegbar, die zwischen stimulierender und blockierender Aktivitaet unterscheiden koennen.[2],[3],[6]

Die Ergebnisse werden in internationalen Einheiten pro Milliliter (IU/mL) oder Kilo-Units pro Liter (kU/L) angegeben. TPO- und Tg-Antikoerper-Assays sind gegen das WHO-Referenzpraeparat MRC 66/387 kalibriert, fuer TRAK existieren WHO-Standards ebenfalls; trotzdem sind die Ergebnisse unterschiedlicher Testsysteme nicht uneingeschraenkt vergleichbar, weil die Testsysteme verschiedene Epitope erfassen und unterschiedliche Kalibrationen verwenden. Die im Laborbericht ausgewiesenen Referenzwerte sind methoden- und laborspezifisch und gehoeren in die Befundinterpretation des jeweiligen Labors.[4],[6]

Vergleiche eines Antikoerper-Befundes ueber Jahre und Labore hinweg sind aus diesem Grund nur eingeschraenkt aussagekraeftig, wenn die Bestimmung mit unterschiedlichen Assays erfolgte; die Aenderung einer Methode muss in der Verlaufsbeurteilung beruecksichtigt werden.

3. TPO-Antikoerper

TPO-Antikoerper sind der sensitivste serologische Marker der Hashimoto-Thyreoiditis. Caturegli et al. (2014) referieren TPO-AK bei etwa 90 bis 95 Prozent der Patientinnen und Patienten mit gesicherter Hashimoto-Thyreoiditis.[1] Erhoehte TPO-AK finden sich in geringerer Praevalenz auch bei Morbus Basedow, bei der Postpartum-Thyreoiditis und im Rahmen polyglandulaerer Autoimmun-Konstellationen.[1],[2],[4]

In der bevoelkerungsrepraesentativen NHANES-III-Erhebung der Vereinigten Staaten (Hollowell et al. 2002, n etwa 17 000) waren in der „disease-free"-Subpopulation TPO-AK bei rund elf Prozent nachweisbar; positive Befunde waren bei Frauen haeufiger als bei Maennern und nahmen mit dem Lebensalter zu.[7] Ein nachweisbarer TPO-AK-Titer in der Allgemeinbevoelkerung ist daher kein gleichbedeutender Befund mit einer Erkrankung; er ist jedoch mit einem erhoehten Risiko verbunden, ueber die Zeit eine Schilddruesenfunktionsstoerung zu entwickeln.[7],[8]

Die absolute Hoehe des TPO-AK-Titers ist kein zuverlaessiger Praediktor fuer Schweregrad oder Symptomatik einer Schilddruesen- erkrankung. In den Leitlinien zur Hypothyreose (Garber et al. 2012; Jonklaas et al. 2014) ist keine schematische Schwelle etabliert, ab der ein TPO-AK-Wert eine bestimmte Therapie- oder Verlaufs-Konsequenz haette; die Steuerung der Versorgung orientiert sich an TSH, freiem T4, Symptomatik und Sonographie.[8],[9]

Eine vertiefte Darstellung zu TPO-Antikoerpern findet sich im Schwester-Artikel zur TPO-Antikoerper-Diagnostik.

4. Thyreoglobulin-Antikoerper

Tg-Antikoerper finden sich bei einem grossen Teil der Hashimoto- Patientinnen und -Patienten, sind aber weniger sensitiv als TPO-AK. Caturegli et al. (2014) geben fuer Hashimoto eine Tg-AK- Praevalenz von rund 60 bis 80 Prozent an, ueberwiegend in Koexistenz mit TPO-AK.[1] Eine isolierte Tg-AK-Positivitaet ohne gleichzeitige TPO-AK-Positivitaet ist seltener; sie wird in den einschlaegigen Leitlinien nicht als eigenstaendiger Klassifikations- Marker gefuehrt, kann aber in unklaren Konstellationen ergaenzend herangezogen werden.[2],[4]

Die wichtigste eigenstaendige klinische Bedeutung der Tg-AK liegt in der Nachsorge des differenzierten Schilddruesenkarzinoms. Nach Thyreoidektomie und gegebenenfalls Radiojodtherapie wird die Serum-Thyreoglobulin-Konzentration als Tumormarker eingesetzt. Tg-Antikoerper koennen mit der laborchemischen Messung von Thyreoglobulin interferieren und in immunometrischen Assays zu falsch niedrigen Tg-Werten fuehren; aus diesem Grund werden Tg- und Tg-AK-Bestimmungen in der Tumornachsorge gekoppelt durchgefuehrt und der Tg-AK-Verlauf bei initial positiven Patientinnen und Patienten selbst als Surrogat-Marker beobachtet (Spencer et al. 2005; Haugen et al. 2016, ATA-Leitlinie zum differenzierten Schilddruesenkarzinom).[5],[10]

5. TSH-Rezeptor-Antikoerper

TRAK sind der serologische Leitmarker des Morbus Basedow. Im deutschsprachigen Raum hat sich die Abkuerzung TRAK fuer „TSH- Rezeptor-Antikoerper" eingebuergert; im englischsprachigen Raum sind die Begriffe TRAb („TSH receptor antibodies") oder TSI („thyroid-stimulating immunoglobulins") gebraeuchlich, wobei TSI ausschliesslich die stimulierende Fraktion bezeichnet.[3],[6]

Klinisch relevant sind drei Aspekte:

  • Differentialdiagnostik der Hyperthyreose. Bei einer laborchemisch belegten Hyperthyreose (supprimiertes TSH bei erhoehtem freiem T4 oder freiem T3) ist die TRAK-Bestimmung in den ATA- und ETA-Leitlinien (Ross et al. 2016; Kahaly et al. 2018) als sensitiver und spezifischer Marker des Morbus Basedow verankert und hilft bei der Abgrenzung von Schilddruesen- autonomie und thyreoiditischer Hyperthyreose.[3],[11]
  • Verlaufsbeurteilung unter thyreostatischer Therapie. Persistierend hohe TRAK am Ende einer ein- bis anderthalbjaehrigen thyreostatischen Behandlung sind mit einer hoeheren Rezidivrate nach Absetzen assoziiert; der TRAK-Verlauf gehoert zu den Faktoren, die in die aerztliche Entscheidung ueber das Therapieende und ueber eine moegliche definitive Therapie (Radiojod, Thyreoidektomie) einbezogen werden.[3],[11]
  • Schwangerschaft. TRAK koennen die Plazenta passieren. Bei einer bestehenden oder anamnestisch dokumentierten Morbus-Basedow- Erkrankung in der Schwangerschaft ist die TRAK-Bestimmung Bestandteil der spezialaerztlichen Betreuung; persistierend hohe TRAK in der zweiten Schwangerschaftshaelfte sind mit einem Risiko fuer eine voruebergehende fetale oder neonatale Hyperthyreose assoziiert (Alexander et al. 2017, ATA-Leitlinie zur Schilddruese in der Schwangerschaft).[12]

Die TRAK-Bestimmung ist ein assay-abhaengiger Test; die Cut-off- Werte gelten labor- und methodenspezifisch und sind nicht universell uebertragbar.[3],[6] In den einschlaegigen Leitlinien wird die TRAK-Hoehe nicht als isolierter Steuerparameter gefuehrt; sie ist Teil einer Gesamtbeurteilung aus Schilddruesen- funktion, klinischer Aktivitaet, Sonographie und gegebenenfalls Szintigraphie.[3],[11]

Eine vertiefte Darstellung des Morbus Basedow einschliesslich der endokrinen Orbitopathie findet sich im Schwester-Artikel zum Morbus Basedow.

6. Diagnostische Einordnung im Versorgungsalltag

Die Auswahl der Antikoerper-Bestimmungen erfolgt nach klinischer Fragestellung und richtet sich nach den einschlaegigen Leitlinien. Im Vordergrund stehen jeweils die laborchemische Schilddruesen- funktion (TSH und, bei auffaelligem TSH, das freie T4 und das freie T3) und die Schilddruesensonographie. Die Antikoerper- bestimmung ergaenzt das Bild und ist nicht in jeder Konstellation indiziert.[2],[3],[8],[9],[11]

In den Leitlinien zur Hypothyreose ist die TPO-Antikoerper- Bestimmung bei subklinischer Hypothyreose oder bei klinischem Verdacht auf einen autoimmunen Prozess vorgesehen, weil sie diagnostisch und prognostisch relevant ist; bei isolierter manifester Hypothyreose ohne Konsequenz fuer die weitere Versorgung ist sie nicht obligat.[8],[9]

Die ETA-Leitlinie zur subklinischen Hypothyreose (Pearce et al. 2013) bezieht den Antikoerperstatus mit in die Erwaegungen ueber Verlaufs-Kontrollen und Therapieentscheidungen ein, fuehrt ihn aber nicht als isoliertes Entscheidungs-Kriterium.[13]

Bei einer Hyperthyreose ist die TRAK-Bestimmung in den ATA- und ETA-Hyperthyreose-Leitlinien als spezifischer Test des Morbus Basedow verankert; sie ersetzt nicht die laborchemische und sonographische Beurteilung der Schilddruese.[3],[11] In unklaren Konstellationen kann eine Schilddruesenszintigraphie zur Differenzierung zwischen Morbus Basedow, Schilddruesenautonomie und thyreoiditischer Hyperthyreose herangezogen werden.[3]

Tg-Antikoerper haben ausserhalb der Tumornachsorge keine eigene diagnostische Sonderrolle gegenueber den TPO-AK; sie werden ergaenzend bestimmt, wenn bei TPO-AK-negativem Befund weiterhin ein autoimmuner Prozess vermutet wird, oder im Rahmen der Tumornachsorge.[1],[5],[10]

Eine isolierte Antikoerperbestimmung ohne klinischen Anlass und ohne Konsequenz fuer die weitere Versorgung ist in den einschlaegigen Leitlinien nicht indiziert.

7. Antikoerperverlauf und Wiederholungsbestimmungen

Bei einer einmal gesicherten autoimmunen Schilddruesenerkrankung hat eine routinemaessige Wiederholung der Antikoerperbestimmungen in der Mehrzahl der Verlaeufe keinen unabhaengigen Einfluss auf Therapieentscheidungen. In den Leitlinien zur Hypothyreose (Garber et al. 2012; Jonklaas et al. 2014) ist eine titer- orientierte Steuerung der Levothyroxin-Substitution nicht vorgesehen; die Steuerung orientiert sich an TSH und Symptomatik.[8],[9]

Ausnahmen, in denen Verlaufs-Bestimmungen einen eigenstaendigen Stellenwert haben, sind:[3],[5],[10],[11],[12]

  • TRAK-Verlauf unter thyreostatischer Therapie bei Morbus Basedow, als Faktor in der Entscheidung ueber Therapieende und Rezidivrisiko (Ross 2016; Kahaly 2018).
  • TRAK-Verlauf in der Schwangerschaft bei aktiver oder anamnestischer Morbus-Basedow-Erkrankung (Alexander 2017).
  • Tg-AK-Verlauf in der Nachsorge des differenzierten Schilddruesenkarzinoms (Spencer 2005; Haugen 2016).

Die Frage, ob und wann eine Antikoerperbestimmung wiederholt wird, ist jeweils Gegenstand der aerztlichen Beurteilung.

8. Hoehe des Titers und Schwankungen

Bei keiner der drei Antikoerper-Spezies ist die absolute Hoehe ein zuverlaessiger Praediktor fuer Schweregrad oder Symptomatik der Grunderkrankung. Bei TPO-AK koennen sehr hohe Titer ueber Jahre ohne manifeste Funktionsstoerung bestehen, waehrend niedrig- positive Titer mit einer subklinischen oder manifesten Hypothyreose einhergehen koennen.[1],[8] Bei TRAK ist die Hoehe in den Leitlinien als ein Faktor unter mehreren in die Verlaufs- beurteilung eingebunden, nicht als isolierter Steuerparameter.[3],[11]

Intraindividuelle Schwankungen sind ueber die Zeit dokumentiert und reflektieren methodische Streuung, interkurrente Infekte, hormonelle Veraenderungen (Schwangerschaft, postpartal, Menopause) und den natuerlichen Verlauf des autoimmunen Prozesses.[1],[2] Eine spontane Abnahme der Titer ist moeglich, ebenso ein anhaltend positiver Befund ueber Jahre. Nach einer (aus anderer Indikation erfolgten) Thyreoidektomie sinken TPO- und Tg-AK-Titer in der Regel, weil das Zielantigen fehlt.[2]

9. Zusammenfassung

TPO-, Tg- und TRAK-Antikoerper sind drei serologische Marker der autoimmunen Schilddruesendiagnostik mit unterschiedlicher Zielstruktur, unterschiedlicher Sensitivitaet und unterschiedlicher klinischer Bedeutung. TPO-AK sind der sensitivste Marker der Hashimoto-Thyreoiditis und kommen auch in der Allgemeinbevoelkerung in einem nicht unerheblichen Anteil vor. Tg-AK sind diagnostisch weniger sensitiv, aber in der Nachsorge des differenzierten Schilddruesenkarzinoms relevant, weil sie die laborchemische Messung von Thyreoglobulin beeintraechtigen koennen. TRAK sind der Leitmarker des Morbus Basedow und sind in der Differentialdiagnose der Hyperthyreose, in der Verlaufsbeurteilung unter thyreostatischer Therapie und in der Schwangerschaftsbetreuung etabliert.

Die Auswahl, Bestimmung und Verlaufsbeurteilung der Schilddruesen-Antikoerper sind Bestandteil einer aerztlichen Gesamtbeurteilung, die Schilddruesenfunktion (TSH, fT4, fT3), Sonographie, Klinik und individuelle Konstellationen einbezieht. Eine isolierte Antikoerperbestimmung ohne klinischen Anlass oder eine titer-orientierte Steuerung des Krankheitsverlaufs ohne Beruecksichtigung der weiteren Befunde sind in den grossen Leitlinien nicht vorgesehen.


Dieser Artikel dient der allgemeinen wissenschaftlichen Information und ersetzt keine aerztliche Beratung oder Diagnose. Bei Beschwerden, bestehenden Erkrankungen, Schwangerschaft, Stillzeit oder paralleler Medikamenteneinnahme ist eine aerztliche Abklaerung erforderlich. Nahrungsergaenzungsmittel koennen Neben- und Wechselwirkungen haben.

Quellenverzeichnis

  1. Caturegli P, De Remigis A, Rose NR. Hashimoto thyroiditis: clinical and diagnostic criteria. Autoimmun Rev. 2014;13(4-5): 391-397. DOI: 10.1016/j.autrev.2014.01.007.
  2. Ralli M, Angeletti D, Fiore M, et al. Hashimoto's thyroiditis: An update on pathogenic mechanisms, diagnostic protocols, therapeutic strategies, and potential malignant transformation. Autoimmun Rev. 2020;19(10):102649. DOI: 10.1016/j.autrev.2020.102649.
  3. Ross DS, Burch HB, Cooper DS, et al. 2016 American Thyroid Association Guidelines for Diagnosis and Management of Hyperthyroidism and Other Causes of Thyrotoxicosis. Thyroid. 2016;26(10):1343-1421. DOI: 10.1089/thy.2016.0229.
  4. Sinclair D. Clinical and laboratory aspects of thyroid autoantibodies. Ann Clin Biochem. 2006;43(Pt 3):173-183. DOI: 10.1258/000456306776865043.
  5. Spencer CA, Bergoglio LM, Kazarosyan M, Fatemi S, LoPresti JS. Clinical impact of thyroglobulin (Tg) and Tg autoantibody method differences on the management of patients with differentiated thyroid carcinomas. J Clin Endocrinol Metab. 2005;90(10): 5566-5575. DOI: 10.1210/jc.2005-0671.
  6. Diana T, Olivo PD, Kahaly GJ. Thyrotropin Receptor Blocking Antibodies. Horm Metab Res. 2018;50(12):853-862. DOI: 10.1055/a-0723-9023.
  7. Hollowell JG, Staehling NW, Flanders WD, et al. Serum TSH, T4, and thyroid antibodies in the United States population (1988 to 1994): National Health and Nutrition Examination Survey (NHANES III). J Clin Endocrinol Metab. 2002;87(2):489-499. DOI: 10.1210/jcem.87.2.8182.
  8. Garber JR, Cobin RH, Gharib H, et al. Clinical practice guidelines for hypothyroidism in adults: cosponsored by the American Association of Clinical Endocrinologists and the American Thyroid Association. Thyroid. 2012;22(12):1200-1235. DOI: 10.1089/thy.2012.0205.
  9. Jonklaas J, Bianco AC, Bauer AJ, et al. Guidelines for the treatment of hypothyroidism: prepared by the American Thyroid Association task force on thyroid hormone replacement. Thyroid. 2014;24(12):1670-1751. DOI: 10.1089/thy.2014.0028.
  10. Haugen BR, Alexander EK, Bible KC, et al. 2015 American Thyroid Association Management Guidelines for Adult Patients with Thyroid Nodules and Differentiated Thyroid Cancer. Thyroid. 2016;26(1):1-133. DOI: 10.1089/thy.2015.0020.
  11. Kahaly GJ, Bartalena L, Hegedues L, Leenhardt L, Poppe K, Pearce SH. 2018 European Thyroid Association Guideline for the Management of Graves' Hyperthyroidism. Eur Thyroid J. 2018; 7(4):167-186. DOI: 10.1159/000490384.
  12. Alexander EK, Pearce EN, Brent GA, et al. 2017 Guidelines of the American Thyroid Association for the Diagnosis and Management of Thyroid Disease During Pregnancy and the Postpartum. Thyroid. 2017;27(3):315-389. DOI: 10.1089/thy.2016.0457.
  13. Pearce SH, Brabant G, Duntas LH, et al. 2013 ETA Guideline: Management of Subclinical Hypothyroidism. Eur Thyroid J. 2013; 2(4):215-228. DOI: 10.1159/000356507.

Verifikationsstand (Stand 2026-05-22):

Alle 13 Quellen via PubMed und DOI-Resolver verifiziert. Caturegli 2014, Hollowell 2002, Garber 2012, Ross 2016, Alexander 2017 sind in den Schwester-Artikeln 20 (Hypothyreose), 24 (Hashimoto), 25 (Hashimoto-Symptome), 28 (TPO-AK), 30 (Morbus Basedow) und 82 (Selen) in identischer Form geprueft und verwendet. Ralli 2020 ist in den Schwester-Artikeln 24, 28 geprueft. Diana 2018 ist in Schwester-Artikel 30 geprueft. Sinclair 2006 (PMID 16704751), Spencer 2005 (PMID 15985472), Haugen 2016 (PMID 26462967), Kahaly 2018 (PMID 30283735), Jonklaas 2014 (PMID 25266247) und Pearce 2013 (PMID 24783053) sind in diesem Artikel erstmals verifiziert und per PubMed- PMID bestaetigt.

Aus V1/V3 gestrichen oder ersetzt:

  • Cut-off-Tabellen „< 35 / 35-100 / 100-500 / > 500 IU/mL" (TPO-AK), „< 115 IU/mL" (Tg-AK), „< 1,75 / 1,75-5 / > 5 IU/L" (TRAK) mit pauschalen Interpretationen ersetzlos gestrichen (assay-spezifisch, redaktioneller Standard Ziff. 5; Art. 7 Abs. 1 lit. b LMIV).
  • Punktwert-Tabellen „TPO-AK 5-15 % in gesunder Bevoelkerung", „TRAK 95-99 % bei Morbus Basedow", „TRAK 90 % bei endokriner Orbitopathie", „Tg-AK 20-25 % bei differenziertem Schilddruesen- karzinom" durch qualitative Beschreibung auf Basis der Primaerquellen (Caturegli 2014, Hollowell 2002, Spencer 2005) ersetzt.
  • Diagnostische Indikations-Tabelle (Selbst-Triage „V. a. Hashimoto -> TPO-AK") in eine deskriptive Darstellung der Leitlinien- Linie ueberfuehrt; kein Empfehlungs-Imperativ an die Leserschaft.
  • Imperative „Vergleichen Sie ...", „Fokussieren Sie sich auf TSH, fT4 und Ihr Wohlbefinden" und „sollte das Neugeborene auf eine Hyperthyreose ueberwacht werden" in sachliche Feststellungen ueberfuehrt; aerztliche Verantwortung benannt (redaktioneller Standard Ziff. 6).
  • Werbliche „Fazit"-Wendung als beruhigender Versorgungs- Imperativ gestrichen, sachliche Aussage in den Hauptteil verlagert.
  • Behauptung „TRAK-Hoehe korreliert mit Schwere [der Orbitopathie]" gestrichen, weil aus den Primaerquellen (EUGOGO 2021, Kahaly 2018) so nicht direkt ableitbar.
  • Titel umformuliert: „Schilddruesen-Antikoerper: TPO-AK, Tg-AK, TRAK" -> „Schilddruesen-Antikoerper: TPO-AK, Tg-AK und TRAK in der Diagnostik".
  • Verkuerzter Schluss-Hinweis ersetzt durch den verbindlichen Wortlaut des redaktionellen Standards Ziff. 7.

Keine NEM-Empfehlung zur „AK-Senkung" enthalten. Selen wird in diesem Artikel nicht erwaehnt; die in den Schwester-Artikeln 28 und 30 referierten Selen-Studien (Gaertner 2002, Duntas 2003, Toulis 2010, van Zuuren 2013 fuer Hashimoto; Marcocci 2011 fuer Orbitopathie) sind dort sachlich referiert und dem jeweiligen Krankheitsbild zugeordnet, nicht der allgemeinen Antikoerper-Diagnostik.

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